Berufliche Bildung jetzt stärken

Kirsten Eickhoff-Weber: Wer jetzt eine Berufsausbildung macht, ist von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie gleich doppelt getroffen: die beruflichen Schulen waren geschlossen, und viele Ausbildungsbetriebe mussten ihren Betrieb einschränken oder einstellen, Ausbildungsverträge wurden durch die Betriebe aufgekündigt.


Zu den Folgen der Corona-Krise für die berufliche Bildung erklärt die Sprecherin für berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion, Kirsten Eickhoff-Weber:


“Wer jetzt eine Berufsausbildung macht, ist von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie gleich doppelt getroffen: die beruflichen Schulen waren geschlossen, und viele Ausbildungsbetriebe mussten ihren Betrieb einschränken oder einstellen,  Ausbildungsverträge wurden durch die Betriebe aufgekündigt. Auf der anderen Seite bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Die Zahl der Verträge wird in diesem Jahr mindestens um 10 % im Handwerk und um 20 % in den IHK-Berufen sinken.
Die Bundesregierung hat gehandelt und heute mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ eine halbe Milliarde Euro für Ausbildungsbetriebe auf den Weg gebracht. Ich freue mich, dass das „Bündnis für Ausbildung“ auch in Schleswig-Holstein die bestehenden Lücken schließen will.
Wir haben bereits kürzlich einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem wir zu einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung aller Beteiligten aufgerufen haben.
An den berufsbildenden Schule müssen ebenso wie an den allgemeinbildenden Schulen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, Unterricht digital und ohne Präsenz der Schülerinnen und Schüler oder „hybrid“ zu erteilen; dazu gehört auch die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit Endgeräten. Auch muss bei Prüfungen maximale Flexibilität (soweit rechtlich möglich) gelten.  In Berufsschule wie Ausbildungsbetrieb müssen hohe Standards für Hygiene- und Gesundheitsschutz jederzeit garantiert sein.
Und vor allem: das Land muss alles dafür tun, um vorhandene Kapazitätsbeschränkungen an Berufsschulen aufzuheben und vorhandene Kapazitäten auszubauen.
Unser Antrag „Schutzschirm für die berufliche Bildung“ (Drs. 19/2223) wurde in den Ausschuss überwiesen. Das ist gut, denn so können wir direkt nach der Sommerpause klären, ob das Bundesprogramm in Schleswig-Holstein erfolgreich umgesetzt wird. Berufliche Bildung sichern, das ist das Ziel, das muss gelingen! Damit es gelingen kann, brauchen wir ebenfalls Beratungsangebote für Jugendliche, die noch unentschlossen sind. Auf geht’s!“

Kirsten Eickhoff-Weber