Die Kaltenkirchener sollten das Biopop „Ohlauniederung“ zu schätzen und zu schützen wissen

Die Umweltgruppe der Kaltenkirchener SPD und einige interessierte Bürger erkundeten unter fachkundiger Führung durch die Herren Gerard (Ingenieursgesellschaft Steinburg) und Thies (Verbandsvorsteher Gewässerpflegeverband Ohlau), welchen Einfluss die Baumaßnahmen der letzten Jahre (Erstellung einer Retentionsanlage) auf den Hochwasserschutz und die Umwelt haben.

Die Maßnahmen sollten die Ablaufmöglichkeit bei Regen und hohem Wasserstand der Ohlau verbessern. Eine ca. 5 ha große Fläche soll ein kontrolliertes Überlaufen der Ohlau erlauben und damit den Pegel der Ohlau an der A7 um bis zu 10 cm absenken. Die Ohlau wurde zum Teil in den alten (kurvigen) Verlauf im Bereich der Retentionsfläche auf einer Länge von ca. 500 Meter verlegt. Der vorherige begradigte Verlauf blieb jedoch zusätzlich erhalten. Außerdem wurden Blänken und Mulden angelegt, die zusätzlich den Wasserrückhalt im Gebiet fördern. Blänken sind kleine, flache Gewässer in natürlichen Bodenvertiefungen, die häufig nur temporär Wasser führen. Die Stadt Kaltenkirchen und die Gemeinde Oersdorf investierten rund 550000 Euro. Die Flächen wurden nach Fertigstellung vom Gewässerpflegeverband Ohlau zur Pflege übernommen.

 

Im Bereich der Retentionsfläche kann sich die Ohlau ihr Bett selbst erschaffen. Die angrenzenden Wiesen werden nur einmal im Jahr gemäht, weiter entfernte Wiesen nur extensiv genutzt. Dadurch hat sich der Nährstoffeintrag in die Ohlau beträchtlich verringert. Es ist zu hoffen, dass die Kaltenkirchener das geschaffene Biotop zu schätzen und zu schützen wissen.

 

Es bleibt zu diskutieren, ob eine solche Maßnahme auch für die Krückau sinnvoll wäre.

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